Förderung

 

Im Kollegium entwickeln und erproben wir seit 2012 ein Kurskonzept, von dem alle profitieren sollen: Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und alle anderen Kinder. Das Fördern in der jetzigen Organisationsstruktur bedeutet überdies einen Gewinn für viele:

 

• Kinder nehmen in kleinen Lerngruppen an besonderen Angeboten teil.

• Im Klassenverband kann in dieser Phase verstärkt an ausgewählten Inhalten mit einer geringeren Anzahl von Kindern gearbeitet werden.

 

Der Name des Konzepts ist ein Ausdruck des individualisierten Lernens:

 

Fördern und Fordern

 

Seit vielen Jahren praktizieren wir in der Schule Rönnkamp die Integration und das gemeinsame Lernen. In den Klassen arbeiten die Kolleginnen und Kollegen differenziert und individualisiert mit ihren Kindern. Wichtige Bausteine sind lange etabliert:

 

• Zielvereinbarungen in Lernentwicklungsgesprächen

• Lerntagebücher für die Freie Arbeit

• Offene Eingangsphase für den Beginn des Schulvormittages

 

Diese Erfahrungen bilden eine gute Basis, um den Anspruch auf Inklusion, der im § 12 des Hamburgischen Schulgesetzes verankert ist, in der Schule umzusetzen. Mit dem Kurskonzept führen wir den erfolgreichen Weg fort.

 

Kursangebot

 

Am Vormittag führen wir Kurse in Kleingruppen parallel zum Unterricht mit den unterschiedlichsten Inhalten und Anspruchniveaus durch. Lernbereiche, wie Lesen, Schreiben und Mathematik werden meistens auf die Klassenstufe bezogen und für das Kind zweimal wöchentlich angeboten. Die Sprachförderung ist in das Kurskonzept integriert. Die Fördermaterialien genügen hohen Ansprüchen. Sie wecken die Neugier des Kindes, sie erscheinen reizvoll und vielversprechend. Sie erlauben einen schrittweisen Zugang und regen zum Nachdenken an. Sie ermöglichen somit, dass das Kind selbst lernen kann.

 

Kurz, die Angebote richten sich am Bedarf der Kinder aus.

Das Motto bei allem: „Ich schaff`s“*

 

Andere Angebote richten sich an Kinder unterschiedlichsten Alters und konzentrieren sich auf den Erwerb von Basisfähigkeiten, wie die Übungen des praktischen Lebens, die Schulung der Mobilität und der Selbständigkeit. Dazu gehören ferner die Förderung der Wahrnehmung und Übungen zur Konzentration. Sie bilden eine wesentliche Grundlage für übergeordnete, darauf aufbauende Kompetenzen. Im Rollenspiel geht es um die Aneignung sozialer Kompetenzen. In einem weiteren Segment unseres Kursangebots werden die Kinder in ihren Interessen angesprochen und gefordert: Sie schreiben Geschichten, sprechen bzw. spielen Märchen und dichten, sie erweitern ihre Fähigkeiten in Englisch, musizieren und drücken sich künstlerisch aus. In unseren Werkstatträumen arbeiten Kinder künstlerisch und handwerklich, sie bauen kleine Werkstücke aus Holz und konstruieren Brettspiele. In Philosophie bewegen sie kleine und große Fragen, im Robotikkurs und in der Geometrie konstruieren sie technische Objekte. Motorik, Bewegung und Tanz bilden einen weiteren wichtigen Schwerpunkt. Im Streitschlichterprogramm lernen ausgewählte Drittklässler, um ihr Wissen und Können bei Bedarf in der Schule mit anderen Kindern anzuwenden. An der Matheolympiade können Kinder teilnehmen, die sich dafür qualifiziert haben. Lerntherapie, Logopädie und Ergotherapie runden das Angebot ab.

 

Die meisten Angebote laufen über ein Schulhalbjahr. Dann teilen wir erneut ein und können auch neue Angebote ins Programm holen. Im zweiten Schulhalbjahr nehmen auch Kinder der ersten Klassen teil, wenn sich die Kinder in das Schulleben eingewöhnt haben und die Lehrerteams sie bestimmten Kursen zuordnen.

 

Das Klassenteam berät auf der Grundlage der Lernausgangslage Inhalt und Anspruchsniveau der Förderung. Die Förderin oder der Förderer legt gemeinsam mit dem Kind ein Ziel fest. Ähnlich wie in den Lernentwicklungsgesprächen ist das Kind von Anfang an am Gelingen des Lernens beteiligt. Die Förderin oder der Förderer unterstützen das Lernen des Kindes und tauschen sich mit den Lehrerinnen der Klassenteams aus. Entscheidend ist der Grundsatz: Das Kind möchte wachsen! Das Lernklima ist geprägt von Zuversicht und geht von den Stärken des Kindes aus. Auf der Grundlage der Lernausgangslage des Kindes (formuliert vom Team der Klasse des Kindes) legen die Förderin oder der Förderer gemeinsam mit dem Kind ein Ziel fest. Ähnlich wie in den Lernentwicklungsgesprächen ist das Kind von Anfang an am Gelingen des Lernens beteiligt. Die Daten und die Inhalte der Förderung werden im Lerntagebuch notiert. Die Förderinnen und Förderer unterstützen das Kind. Wir führen regelmäßig diagnostische Verfahren durch. Daraufhin entwickeln wir entsprechende Angebote für die individuelle Entwicklung.

 

Kooperation

 

Dieses Konzept kann und soll zu einem lebendigen Dialog zwischen Kindern, Eltern, Lehrerinnen und Erzieherinnen führen. Von den Eltern wünscht sich das Kollegium, dass die Eltern ihr Kind ermutigen, sein Ziel im Kurs zu erreichen und die Anstrengung des Kindes wertzuschätzen. Das Lernen in den Kursen hat eine ebenso wichtige Funktion wie das Lernen innerhalb der Klasse.

 

Die konzeptionelle und organisatorische Leitung dieses inklusiven Kursprojekts hat Sabine Schriever inne, die über das Schulbüro oder per Mail: Beratung@roennkamp.de) zu erreichen ist.

 

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